Rainhard Fendrich – Der Geburtstag – Songtext


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Rainhard Fendrich – Der Geburtstag – Songtext 

Es war Geburtstag Nummer acht.
Ich hab mir nie sehr viel gemacht
aus feuchten Küssen,
die wir küssen müssen.
Die Torte strahlt im Kerzenlicht.
Ich blase fest und schaff‘ es nicht.
Mein lieber Kleiner,
Sänger wirst du keiner.
Euphorisch presst mich Tante Frieda
Beherzt ans überfüllte Mieder.

Sie spricht zu mit vollem Mund:
„Die Hauptsach‘ ist, man bleibt gesund.
Als Zuckerbäcker
hat man’s immer lecker.“
Die Oma wünscht sich gar so sehr,
der Enkel wär ein Ingenieur.
Der Opa hört schon schwer
und sagt: „Jawohl, der g’hört zum Militär.“
Da fragt mich streng mein Onkel Heini:
„Na sag, was willst denn werden, Raini?“

Ich werd‘ kein Doktor, kein Professor.
Das können andere viel besser.
Ich hätte kein Talent
als Bundespräsident.
Ich werde niemals ein Minister,
kein Kanditat, kein vielgeküsster.
Ich werde Stromgitarre spiel’n in einer Band.

Der Vater runzelt seine Stirn.
Wie kann das Kind uns so blamier’n?
Wir investier’n,
jetzt soll er auch studier’n.
Man kommt nicht weit in diesem Staat,
außer man hat ein Doktorat,
und diese Flausen
lass‘ ma wieder sausen.
Ich blicke auf von meiner Torte
und melde mich verschämt zu Worte:

„Ich werd‘ kein Doktor, kein Professor.
Das können andere viel besser.
Ich hätte kein Talent
als Bundespräsident.
Ich werd‘ kein Generaldirektor,
schon gar nicht Kriminalinspektor.
Ich werde Stromgitarre spiel’n in einer Band.
Ich werd‘ kein Doktor, kein Professor.
Das können andere viel besser.
Ich hätte kein Talent
als Bundespräsident.
Mir wird nie fad
im Aufsichtsrat.
Ich brauch kan staatlichen Beruf.
Ich hab‘ die Groove.


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